Johannes
Johannes

 

Johannes, französischer Student mit österreichischen Wurzeln, hat im Jahr 2010/11 Erasmus-Jahr in Wien verbracht und uns an seinen Erfahrungen und Projekten teilhaben lassen..



1) Johannes, gib uns bitte einen Überblick über deinen Werdegang.

Also... nach meiner Matura im Wirtschaftskundlichen Zweig im Jahr 2008, habe ich mit einem Doppelstudium auf Französisch und Deutsch in Politikwissenschaft und Recht an der Universität Lumière Lyon 2 begonnen.

Nach 3 Semestern hatte ich das große Glück, als Praktikant an der österreichischen Botschaft in Ottawa in Kanada angenommen worden zu sein.
Nachdem das Praktikum nicht in meinem Studienverlauf vorgeschrieben war, musste ich erst eine Pausierung des Studiums beantragen, der unter der Bedingung, dass ich rechtzeitig zu den Abschlussprüfungen Ende April 2010 wieder an der Uni sei, stattgegeben wurde.
Dazu sei aber gesagt, dass ich mich vor dem Praktikum in Kanada für einen Erasmus-Platz in Wien beworben habe.

Ich war also für 3 Monate in Ottawa, wo ich in der Kulturabteilung der österreichischen Botschaft, dem Austrian Cultural Forum, gearbeitet habe - als einiger Praktikant!

Mein Aufgabenbereich hat vor allem die Organisation von kulturellen Aktivitäten, wie Konzerten oder Vorträgen, bestanden.
Noch während meines Praktikums wurde ich informiert, dass ich den Erasmus-Platz in Wien erhalten hatte.

2) Und wieso überhaupt Österreich? Wieso Wien?

Wieso Österreich? Aus dem einfachen Grund, dass ich dort Wurzeln habe.
Wieso Wien? Ich bin in Lyon aufgewachsen und wollte eine andere Großstadt kennenlernen, etwas "Neues" ausprobieren und mich weitereentwickeln.. Wien schien also perfekt für mich zu sein.

3) Erzähl uns von deinem Erasmus. Hattest du irgendwelche Schwierigkeiten? Was gibt es über das Universitätssystem zu sagen?

Erst einmal soll an dieser Stelle gesagt werden, dass sich ein Erasmus-Aufenthalt zwar sehr schön anhört und auch immer ist, aber administrativ gar nicht so einfach zu organisieren ist! Man muss unglaublich viele Zettel ausfüllen und die dafür zuständige Person zu finden, ist nicht immer einfach... aber das Wichtigste ist, dass man sich nicht demotivieren lässt und an dem Projekt dranbleibt und sich vor allem immer genau an die Deadlines informiert!


4) Wieso würdest du Österreich weiterempfehlen? Was für Tipps hättest du für die zukünftigen ErasmuslerInnen?

Österreich ist ein wunderschönes Land mit atemberaubender Landschaft, bemerkenswerter Kultur und Geschichte.

Außerdem ist es relativ einfach, einen kleinen Studentenjob in Österreich zu finden, egal ob im Sommer oder neben seinem Studium. Übrigens beginnen sehr viele französische StudentInnen ihre professionelle Karriere in Wien.
Wien ist überhaupt eine ideale Studentenstadt!


5) Und wie soll es weitergehen? Hast du schon ein Zukunftsprojekt?

Momentan habe ich kein genaues Projekt vor Augen. Gerade absolviere ich ein sechsmonatiges Praktikum im französischen Kulturinstitut in Wien.
Danach muss ich meine Masterarbeit schreiben, aber für das folgende Jahr könnte ich mir gut vorstellen, mich für ein Praktikum bei einer Organisation wie der UNO zu bewerben.

6) Ein Schlusswort?

Wenn sich euch die Möglichkeit bietet, auf Erasmus zu fahren, macht es unbedingt!
Wien ist eine tolle Stadt, die euch sicher nicht enttäuschen wird!